SEO ohne Contentfarmen

Content FarmGoogle stoppt die Möglichkeit von Suchmaschinen-Optimierung (SEO) mittels Kauf qualitativ minderwertiger Inhalte durch eine massive Veränderung des Suchalgorithmus. Als Folge führt das bei knapp 12% der Seiten zu einer Abstufung der Top Ergebnisse. Dies teilten die Google-Mitarbeiter Amit Singhal und Matt Cutts in einem Blog-Beitrag mit. Bisher ist die Modifikation des Such-Schlüssels nur in den USA aktiv, wird aber weltweit vorgenommen.

Seitenbetreiber, die Ihre guten Positionen dem Kauf von Massen an mehr oder weniger sinn- und inhaltslosen Texten verdanken, werden so abgestuft. Ebenfalls betroffen sind Webseiten, die ihre Inhalte nur von anderen Seiten kopiert haben.

Aber auch die junge Industrie der Content-Fabriken, zu denen u.a. Demand Media, Associated Content, AOL oder Mahalo gehört, wird vermutlich an den Folgen leiden. Die große Kundennachfrage, die innerhalb kurzer Zeit zum kometenhaften Aufstieg dieser Spam-Produzenten geführt hat, dürfte nun abnehmen. Suchmaschinen-Optimierung mit Spam war gestern.

Wertvolle Anzeigenplätze

Laut Matt Cuts erwirtschaftet Demand Media enorm viel Geld mit folgender Vorgehensweise:

Zuerst wird analysiert, welches aktuell die teuersten Themen für das Buchen von Keywords sind. Dann beginnen die 10.000 freien (und schlecht bezahlten) Mitarbeiter für diese Suchbegriffe Inhalte zu schreiben. Die so generierten Inhalte – insgesamt um die 5.000 Texte und Videos pro Tag – werden auf guten Seiten eingestellt und massiv mit SEO gepusht. Auf den dann für diese Suchbegriffe gut rankenden Seiten wird der Verkauf von Google-Anzeigen-Plätzen im Umfeld des erzeugten Contents angeboten. Ob die Mitteilung von Demand Media stimmt, dass die Änderung Ihr Geschäft in keinster Weise beeinflusst, darf bezweifelt werden.

Suchmaschinen-Optimierung durch hochwertige Inhalte

Webseiten-Betreiber werden nun gezwungen sein, sich für die Suchmaschinen-Optimierung um hochwertige Inhalte zu bemühen, die natürlich deutlich teurer sind. Hochwertiger (einzigartiger) Inhalt, ausführliche Analysen und Berichte werden nun bei der Berechnung von Platzierungen höher belohnt.

Google wies auch darauf hin, dass die Erkenntnisse über die minderwertigen Seiten nicht durch personalisierte Daten der Chrome-User zustande gekommen sind. Denn durch ein neues Browser Ad-On können User selbst Seiten sperren, die auf deren Suchergebnisliste dann nicht mehr angezeigt werden. Dass die Veränderung zu mehr Qualität bei den Ergebnissen führt, sieht Google bestätigt. Denn von den durch die Anwender gesperrten Seiten stimmen 84 Prozent mit der Gruppe überein, die von der aktuellen Änderung betroffen ist.

Mit diesem Update macht Google endlich wieder einen sinnvollen Schritt in Richtung Qualität.

Update: Google´s Panda Update wirkt – Traffic-Einbruch bei Billiginhalten

Das vor wenigen Monaten in USA eingeführte „Panda“-Update, eine Änderung des Suchalgorithmus, zeigt Resultate. Die nahezu inhaltslosen aber nach Gesichtspunkten der Suchmaschinenoptimierung (SEO) erstellten Texte wurden drastisch abgewertet. Als Folge sind die Seiten der großen Contentfarmen eHow und die englischsprachige Version der Suite101 dramatisch abgestürzt. Ob auch der deutschen Seite der 101Suite das gleiche Schicksal blüht, wird sich wohl demnächst zeigen. Denn auch in Kürze wird es wohl in Deutschland nicht mehr so leicht möglich sein, mit gekauftem Billig-Content Klicks zu ergattern.

Das beste Mittel, um unter den neuen Voraussetzungen gute Platzierungen zu erhalten, stellen (umfangreichere) einzigartige, qualitativ hochwertige Inhalte dar, ohne Rechtschreibfehler und grammatikalisch korrekt.

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